Spektrum Werkschau

16 / 17 09.2017

Gendermärchen

Sandra Reith

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reith.sandra@googlemail.com

Gendermärchen

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„Du bist aber ein starker Junge“, oder „du bist aber ein hübsches Mädchen.“ Von Beginn an werden wir aufgrund unseres angeborenen Geschlechts (Sex) einem gesellschaftlichen Geschlecht (Gender) zugeordnet und mit entsprechenden stereotypischen Erwartungen konfrontiert. Wird diese Vorstellung nicht erfüllt, führt dies oft zu Irritationen bis hin zu Diskriminierung.

Die Gendermärchen nutzen das Medium Märchen, welches moralische Werte vermittelt und die Fantasie von Kindern sowie Erwachsenen angeregt, um stereotypische Rollenvorstellungen aufzuweichen und zu brechen. Auch wenn in Märchen Personen nie genauer beschrieben werden, ähneln sich die Vorstellungen von der bösen Stiefmutter oder der schönen Prinzessin. Den Originaltexten der Gebrüder Grimm werden analoge Illustrationen gegenübergestellt, die die Charaktere der Märchen in einem neuen Licht darstellen.

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